Presse

Presseartikel

Hier veröffentlichen wir Artikel über die Aktion. Schickt gerne Links an schnecken_presse@systemli.org

Jungle World / Peter Nowak / 12.11.20
Es gibt kein Recht auf Leerstand
Small Talk mit Katalin Gennburg über eine Hausräumung in Berlin-Mitte


taz / Peter Nowak / 05.11.2020
Protest nach Räumung: Zurück im ganz großen Wohnzimmer


Junge Welt / Gitta Düperthal / 04.11.2020
Leerstand in Berlin »Die Wohnungen sind bezugsfertig«


Der Spiegel / Margarete Stokowski / 03.11.2020
Obdachlose in Deutschland: Die Häuser denen, die keine haben


Der Freitag / 31.10.2020
Wohnungsleerstand mit Polizei verteidigt


taz / 30.10.2020
Obdachlose besetzen Haus in Berlin: Das Gegenteil von Menschlichkeit


taz / 30.10.2020
Hausbesetzung in Berlin: Obdachlose geräumt


ND Aktuell – Rote Brause / 30.10.2020 / Podcast
Folge 17: Polizei – was für ein Apparat?! Papageienhaus besetz


Berliner Morgenpost / 30.10.2020
Haus in Berlin-Mitte nach Besetzung geräumt


Tagesspiegel / 29.10.2020
Öffentlich auf Leerstand aufmerksam machen: Obdachlose und Aktivisten besetzen Gebäude in Berlin-Mitte


Berliner Zeitung / 29.10.2020
Obdachlose besetzen Haus in Mitte


taz / 29.10.2020
Hausbesetzung in Mitte: Sie haben es saath


neues-deutschland / 29.10.2020
Papageienhaus
Die Häuser denen, die sie brauchen


Süddeutsche Zeitung / 29.10.2020
Obdachlosen-Protest: Wohnungen in Mitte beset

Über uns

Umbruch Bildarchiv
Leerstand Hab-ich-saath


Der Wahlberliner / 29.10.2020
Räumung oder Beschlagnahmung? – Habersaathstraße 46: Obdachlose besetzen spekulativen Leerstand! Weitere Wendung im langen Kampf um den Block Habersaathstraße 40-48

Berliner Obdachlosenhilfe: Enttäuscht, Wütend, Fassungslos; Stellungsnahme zur Räumung der Obdachlosen Besetzer*innen der Habersaathstraße

Pressemitteilung (29.10.2020)


Stay at home! – Obdachlosen nehmen sich Wohnungen in Mitte

Heute haben sich wohnungs- und obdachlose Menschen mehrere Wohnungen in der Habersaathstraße 46 angeeignet. Solidarische Unterstützung erhalten sie von Mitarbeiter*innen von Sozialvereinen und mietenpolitisch Engagierten. Die Wohnungen in bester Lage standen seit mehreren Jahren leer.

*Wohnen und Gesundheit sind Menschenrechte*

Ein langer Winter steht vor der Tür und die Corona-Infektionszahlen steigen durch die Decke. Trotz massenhaften Leerstands in Berlin müssen weiterhin Menschen auf der Straße oder in überfüllten Unterkünften leben. Schutz vor Infektion oder Zugang zu medizinischer Versorgung sind so stark beeinträchtigt. Kälte, Nässe, Stress und Armut tun ihr Übriges.

“Ich will keine Notunterkunft, ich will in meinem eigenen Bett schlafen.” und “Ich möchte eine Wohnung, weil ich nicht möchte, dass ständig meine Sachen geklaut werden.”, sagen zwei der neuen Bewohner:innen des Hauses.

* Spekulativer Leerstand nach Privatisierung *

Die ehemalige “Papageienplatte” in der Habersaathstraße war einst das Schwesternwohnheim der Charité. Im Jahr 2006 wurde es durch den Berliner Senat privatisiert. Im Jahr 2017 wurde das Haus für das zehnfache an die Arcadia Estates GmbH weiterverkauft und seitdem strategisch verwahrlost und entmietet. Der Bezirk duldet seit vielen Jahren diesen spekulativen Leerstand. Der Häuserkomplex sollte für den Neubau von Luxuswohnungen abgerissen werden. Die Abrissgenehmigung wurde nach massiven Protesten zurückgezogen.

Im Juli 2020 hat sich die BVV Mitte endlich auf die verbliebenen wehrhaften Mieter:innen des Hauskomplexes zubewegt und die Rekommunalisierung sowie die Beendigung des Leerstandes beschlossen.

“Während mit Leerstand spekuliert wird, müssen schätzungsweise 10.000 Menschen in Berlin auf der Straße leben. Die Profite einiger weniger dürfen nicht über dem Recht auf Wohnraum für alle stehen. Das Haus muss sofort beschlagnahmt werden oder die Politik muss einen anderen Weg finden um die Wohnungen langfristig zu sichern”, kritisiert Valentina Hauser von der Gruppe Leerstand Hab-ich-saath.

* Senat und Bezirk müssen Taten folgen lassen *

Dass Obdachlose sich Wohnraum selbst aneignen müssen, ist ein Armutszeugnis für den rot-rot-grünen Senat. Ein Befolgen der sogenannten “Berliner Linie” wäre inhuman und verfassungsfeindlich (§28 Berliner Verfassung).

“Wenn Innensenator Geisel obdachlose Menschen, die dringend ein Zuhause brauchen, aus der Habersaathstraße räumen lässt, zeigt Rot-Rot-Grün einmal mehr, dass sie vor dem Immobilienkapital kuschen. Wenn stay at home das Gebot der Stunde ist, dann muss das Menschenrecht auf Wohnen für alle Menschen in der Stadt gelten”, so Valentina Hauser.

Wir fordern den Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel, den Bezirksstadtrat Ephraim Gothe sowie die Sozialsenatorin Elke Breitenbach dazu auf, den spekulativen Leerstand in der Habersaathstraße umgehend zu beenden und für alle Besetzer:innen eine würdige Unterkunft zu garantieren.

Initiative “Leerstand Hab-ich-saath”

Pressekontakt
schnecken_presse@systemli.org
Handynummer: 015145104407
Twitter:@hab_ich_saath
Blog: lhis.uber.space

Es kann Kontakt zu Besetzer:innen hergestellt werden.

Linktipps:
Unabhängig von der Aktion finden Sie einen offenen Brief zur Unterstützung wohnungsloser Menschen hier:
https://www.berliner-obdachlosenhilfe.de/politische-aktionen/leerstand-zu-wohnraum/

Mieter:innen:
https://ighab.blogspot.com/
twitter.com/ighabersaath